Fremde Fichten und nützliche Wasserbüffel bei der Bereisung 2017

Fremde Fichten und nützliche Wasserbüffel bei der Bereisung 2017

Neugierig und nützlich. Wasserbüffel sind für die Beweidung von Moorflächen bestens geeignet
Der Forstbetrieb Piepenbrock hat diesen Winter die große Fichten in den Auenwaldflächen gefällt.
Projektleiter Michael Zauft erläutert die unterschiedlichen Varianten, die für eine Wiederanbindung des Altarm in Frage kämen.
Der Altarm ist derzeit mit Wasser gefüllt und im Gelände noch gut zu erkennen.

Die diesjährige Bereisung begann zunächst mit einem Besuch bei den tierischen Unterstützern des Naturschutzes. Auf den Flächen rund um die ehemaligen Umweltbegegnungsstätte in Zippelsförde grasen heute Pferde, Moorschnucken und seit ein paar Wochen auch drei Wasserbüffel. Durch das LIFE Feuchtwälder-Projekt wird nun der Bau eines Zauns finanziert, damit die Tiere bald auch eine verbuschte Moorfläche beweiden können. Durch die Tiere bekommen typische Feuchtwiesenarten wie Kuckuckslichtnelken und Orchideen wieder mehr Licht zum Wachsen. Aufkommenden Bäume und Gebüsche werden zurück gedrängt und hoch wachsende Pflanzen kurz gehalten. Gemeinsam mit der "Gesellschaft für tiergeschützte Therapie" helfen die Tiere zukünftig neben der Natur auch Menschen mit psychischen Erkrankungen.

In den südlichen Auen des Rheinsberger Rhins konnte sich Frau Schmitz anschließend ein eigenes Bild von der Waldumbaumaßnahme des letzten Winters machen. Fichten waren in den Auenwäldern zahlreich zu finden, obwohl sie dort typischerweise gar nicht hingehören. Sowohl große als auch kleine Fichten wurden deswegen gefällt. Etwas wüst sehen die Flächen zum Teil noch aus, aber der Effekt der Maßnahme zeigt sich bereits jetzt - die charakteristischen Pflanzen der Aue haben nun viel mehr Licht!

Eine Maßnahme, die sich noch in der Planung befindet, ist der Anschluss eines Altarms des Rheinsberger Rhins auf Höhe der Ortschaft Rheinshagen. Die unterschiedlichen Interessen der Kanufahrer, Angler, Anwohner, Behörden und Naturschützer müssen hierbei berücksichtigt werden. Da der Altarm bis heute gut zu erkennen ist, konnte Frau Schmitz aber bereits einen ersten Eindruck gewinnen, wie die umgesetzte Maßnahme aussehen könnte. Ziel ist es wieder mehr Dynamik in dem begradigten Flusslauf zu bekommen, wovon auch die angrenzenden Auenwälder profitieren sollen.

Zum Abschluss der Bereisung wurden dann auch noch Moorwaldflächen besichtigt. Dafür ging es nochmal weiter nördlich in das FFH-Gebiet "Stechlin". Auf den Flächen um den Wittwesee wurden im Projekt sowohl Entwässerungsgräben deaktiviert, als auch im letzten Winter Jungfichten gefällt. Um den Zustand des Moorwaldes am Wittwesee weiter zu verbessern, soll die entwässernde Wirkung noch vorhandener Gräben gestoppt werden.

Das Projekt LIFE Feuchtwälder

In einem EU-LIFE-Projekt widmet sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg in den nächsten Jahren dem Erhalt und der Wiederherstellung von Auen- und Moorwäldern.

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Ansprechpartner:               Michael Zauft (Projektleitung)

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