Ein Kiesbett für die Bachforelle

Ein Kiesbett für die Bachforelle

Kies fördert die Strukturvielfalt, viele verschiedene Arten fühlen sich hier wohl.
Die Bachforelle braucht kiesigen Untergrund, um ihre Eier abzulegen. Foto: ©fuege01-stock.adobe.com
270 Tonnen Kies wurden in den Kleinen Rhin eingebracht.

Teil 1 unseres Bauvorhabens für mehr Leben im Kleinen Rhin ist abgeschlossen.

Auf einem Kilometer Länge wurden an der Köpernitzer Mühle 270 Tonnen Kies in den Bach eingebracht, um die Qualität des Gewässers zu verbessern. Der Kies wird nun im Laufe der Zeit durch die Strömung umgelagert, es entstehen Rinnen und Anhöhen, wodurch die Fließgeschwindigkeit wechselt und Strukturvielfalt entsteht.

Viele Fische, Amphibien, Insekten und andere Tiere sind an ein Leben in kiesigen Gewässern angepasst. Die Bachforelle beispielsweise laicht nur auf kiesigem Untergrund. Hierzu schlagen die weiblichen Fische mit ihren Schwanzflossen etwa 50 Zentimeter große Laichgruben in den Kies und legen dort 1.000 bis 1.500 erbsengroße, orangefarbene Eier ab. Sofort besamen die männlichen Bachforellen die Eier und bedecken sie anschließend wieder mit Kies. So sind die Eier die nächsten zwei bis vier Monaten bis zum Schlüpfen vor Feinden gut geschützt.

In Folge menschlicher Einflüsse gibt es heutzutage immer weniger Kiesbetten in Flüssen und Bächen. Durch  Flussbegradigungen und intensive landwirtschaftliche Nutzung der angrenzenden Flächen, drohen sie, wie der Kleine Rhin bei Köpernitz, zu verschlammen.

Das Projekt LIFE Feuchtwälder

In einem EU-LIFE-Projekt widmet sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg in den nächsten Jahren dem Erhalt und der Wiederherstellung von Auen- und Moorwäldern.

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Ansprechpartner:              Michael Zauft (Projektleitung)

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