Mit den Experten ins Gelände

Mit den Experten ins Gelände

Projektleiter Michael Zauft bespricht mit den Experten die Fichtenproblematik am Rheinsberger Rhin.
Auf dem "Gut Zernikow" gab es vor der Exkursion eine kleine Einführung in das Projekt.
Besprechung mit allen Exkursionsteilnehmern in Zippelsförde.
Michael Zauft zeigt den Exkursionsteilnehmern die deutlich eingetiefte Sohle des Rheinsberger Rhins. Durch die Eintiefung kommt zu wenig Wasser in die Aue.
Der stark begradigte "Kleine Rhin" war der letzte Exkursionspunkt am ersten Tag.
Am zweiten Tag wanderten die Experten den geplanten Rundweg um den Dagowsee.
Am Polzowkanal endete das Expertengremium. Hier soll durch zusätzliches Totholz im Gewässer mehr Dynamik geschaffen werden.

Am besten bespricht man Probleme direkt an Ort und Stelle. Deshalb ging es nach einer kleinen Projekteinführung auf dem "Gut Zernikow" mit den Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Naturschutzpraxis in das Projektgebiet Rheinsberger Rhin. Der Einladung des Projektteams waren außerdem zahlreiche MitarbeiterInnen der Wasser-, Naturschutz- und Forstbehörden des Landkreises gefolgt.

Am ersten Tag führte Projektleiter Michael Zauft seine Gäste in die Aue des Rheinsberger Rhins. Hier in der Flussaue, in der vor allem Eschen und Erlen stehen sollten, sind in den letzten 10 Jahren verstärkt Fichten aufgewachsen. Es wurde schnell klar, dass neben dem Fällen der nicht standortgerechten Bäume auch eine Verbesserung der Wasserverhältnisse in der Aue notwendig ist, um langfristig die Etablierung von Fichten zu stoppen. Denn Fichten mögen keine nassen Füße. Wie der Altarmanschluss oberhalb der Umtragestelle von Rheinshagen gestaltet werden soll, war ein wichtiger Diskussionspunkt am Nachmittag. Zusammen mit den Experten wurden unterschiedliche Möglichkeiten und Szenarien dazu besprochen. Zum Abschluss des ersten Tages ging es noch zum Kleinen Rhin. Die Entwässerung der angrenzenden Moorflächen und die Begradigung des Fließes wurden hier thematisiert.

Am zweiten Tag testeten die Experten den geplanten Rundwanderweg um den Dagowsee und besichtigten die Moorwaldflächen im Dagowseebruch. Hier soll im nächsten Jahr ein "Kunstrundwanderweg" mit Skulpturen entstehen, die im Rahmen des diesjährigen, durch das Projekt geförderten Kunstsymposiums in Kunsterspring entstanden sind. Welche Schritte hier für die weitere Planung zur Verbesserung der Wasserverhältnisse im Moorwald des Dagowseebruches nötig sind, wurde mit den Experten an verschiedenen Punkten besprochen. Abschließende Station war die Mündung des Polzowkanals in den Roofensee. Ein Einbau von Totholz soll hier mehr Dynamik in das Gewässer bringen. Diese kostengünstige Maßnahme wurde durch die Experten ebenfalls befürwortetet und soll noch in diesem Winter umgesetzt werden.

Wir möchten allen Experten ganz herzlich für ihr Kommen und ihre wichtigen Beiträge für das Projekt danken! Wir konnten durch das Expertengremium wichtige Erkenntnisse und Hinweise für die weitere Planung im Projekt mitnehmen.

Unsere Experten sind: Dr. Jana Chmieleski (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Prof. Dr. Vera Luthardt (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Dr. Achim Pätzold (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein), Michael Seidel (Hochschule Magdeburg-Stendal), Steffen Zahn (Institut für Binnenfischerei e.V.), Dr. Dominik Zak (Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei).

Das Projekt LIFE Feuchtwälder

In einem EU-LIFE-Projekt widmet sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg in den nächsten Jahren dem Erhalt und der Wiederherstellung von Auen- und Moorwäldern.

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Ansprechpartner:              Michael Zauft (Projektleitung)

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