Starthilfe in der Dahme-Niederung

Starthilfe in der Dahme-Niederung

Auf Flachabtorfungen wie dieser wurde das Material für die Grabenverschlüsse gewonnen.
Auf diese schöne Seggenbulte haben die Bauarbeiter natürlich Rücksicht genommen.
Zwei Minibagger erledigten die Arbeiten mit viel Präzision.
Auf ca. einem Kilometer wurden Gräben verschlossen.
Geringelte Erlen.
15 Gräben verschließen die Fachleute von BSD aus Dessau.
Die Ketten schieben sich über eigens mitgebrachte Matten als sicherem Untergrund. (Fotos: M. Thiele

Wenn es nach den Vorstellungen unseres Projektteams von LIFE Feuchtwälder geht, wird ein Teil der Dahmeniederung im FFH-Gebiet „Streganzsee-Dahme und Bürgerheide“ südlich von Prieros ein großes Stück Natürlichkeit zurück bekommen. Denn hier wird in wenigen Monaten und Jahren ein Mosaik aus unterschiedlichen Lebensräumen entstehen: Offene Bodenstellen dienen als Keimplatz für junge Erlen. Die jungen Bäume verbessern die Altersstruktur der bestehenden Bestände. In Flachwasserpools tummeln sich Frösche und Kröten. Auf quelligen und durchsickerten Moorflächen stehen große Erlen und verleihen der Aue ihr typisches Aussehen. Auch der Wasserrückhalt in den vermoorten Auenflächen wird sich deutlich verbessert haben …

Dass es einmal so weit kommt, dafür schoben sich in den letzten Tagen zwei Minibagger der Dessauer Firma BSD durch das Gebiet, um Gräben zu verschließen. Jene Gräben wurden vor vielen Jahren gezogen, um die Wiesen in der Dahme-Niederung zu entwässern und nutzbar zu machen. Die Nutzung ist inzwischen längst aufgegeben. Hier wuchsen über die Jahre Erlenbestände mit gleicher Altersstruktur und geringem Totholzanteil. Und die Gräben? Die tun ihre Arbeit noch immer und entwässern insbesondere die Flächen am Talrand. Bis jetzt, denn auf ca. einem Kilometer Länge wurden 15 Gräben deaktiviert – also mit vor Ort gewonnenem Material verschlossen. Ergänzend dazu wurden Erlen geringelt. Die dadurch absterbenden Bäume erhöhen den Anteil von stehendem Totholz.

Um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten, wurden die Flächen zuvor nach Munition abgesucht. Ab sofort übernimmt nun wieder die Natur das Geschehen vor Ort. Die Voraussetzungen sind mit Hilfe des Projekts wieder sehr günstig.

Das Projekt LIFE Feuchtwälder

In einem EU-LIFE-Projekt widmet sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg in den nächsten Jahren dem Erhalt und der Wiederherstellung von Auen- und Moorwäldern.

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Ansprechpartner:              Janine Ruffer (Projektleitung)

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